Angesichts der Globalisierung stieg seit den 80er Jahren der Druck auf Unternehmen, sich um rationelle Produktionsmethoden zu kümmern, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. Der Preisdruck ist geblieben, hinzugekommen ist der Umweltschutz. Die Bezeichnung Ressourcen wird umfasst alle Dinge, die zur Produktion von Waren nötig sind. Darunter sind Rohstoffe, Fabrikanlagen, Arbeitskräfte, Energie und Wissen ebenso zu verstehen, wie Ideen, Unternehmensstrukturen und maschinelle Unterstützung durch IT-Netzwerke. Der Möglichst effiziente Einsatz dieser Ressourcen ergibt im Endergebnis die Wettbewerbsfähigkeit. Ressourceneffizienz ist ein Thema in der Wirtschaft und der Politik. Infos darüber sind in Druckschriften der EU verfügbar. Der Einsatz von Mitteln und Kräften zur Erreichung eines Zieles ist überall messbar.
Ressourcen optimal einsetzen
Die Ressourceneffizienz wird durchaus wissenschaftlich betrieben und hat bereits zahlreiche Studien und Doktorarbeiten hervorgebracht. Eine umfangreiche Fachliteratur beschäftigt sich mit dem Thema. Relativ jung ist die Sparte der Netzwerktechnik und ihre Ressourceneffizienz. Sie bekam mit dem rasanten Ausbau des Internets und der immer komplexer werdenden Industrieproduktion immer mehr Bedeutung. Die Ressourceneffizienz untersucht das Verhältnis eingesetzter Mittel zur Zielerreichung und beurteilt die dabei vergeudeten oder ungenutzten Anteile. Ziel ist eine bessere Nutzung der eigenen Möglichkeiten und eine Verringerung der Kosten, des Energieeinsatzes und der Abfallmenge. Für eine wettbewerbsfähige Produktion ist eine hohe Ressourceneffizienz unerlässlich. Brach liegende Kapazitäten oder Energien können für andere Zwecke eingesetzt werden. Stillstand ist ineffizient und teuer.
Vollständige Nutzung im Kreislauf
Angestrebt wird eine komplette Nutzung aller eingesetzten Ressourcen. Schon vor der Anschaffung oder dem Bau von Anlagen muss die optimale Dimensionierung errechnet werden. Maschinen und Anlagen müssen auf die zu erwartende Produktion abgestimmt sein. Unterdimensionierung führt zu schlechter Marktposition und Unterversorgung des Bedarfes, während Überdimensionierung die Marktposition wegen zu hoher Kosten beeinträchtigt. Für Personal, Netzwerke und Verfahren gilt der gleiche Grundsatz. Minimale Investitionen mit maximalem Wirkungsgrad ergeben die Effizienz der eingesetzten Ressourcen. Für die entstehenden Restteile, Abfälle, Energieverluste und freie Kapazitäten muss eine sinnvolle Verwendung gefunden werden, damit eine hohe Ressourceneffizienz entsteht. Die Problematik ist ein Thema in der Betriebswirtschaft und den Chefetagen der Unternehmen. Infos zum Thema werden auf Fachkongressen und Symposien zum Wirtschaftsmanagement ausgetauscht, Neuentwicklungen vorgestellt und diskutiert.
Technologie ist längst im Einsatz
Ressourceneffizienz wird überall angestrebt. Die Automobilindustrie etwa nutzt bei der Karosserieproduktion Metallreste zur Ausstanzung von Kleinteilen oder in der Holzbearbeitung werden aus den anfallenden Restspänen Holzpellets erzeugt, die wiederum als Energieträger vermarktet werden. Müll wird mittlerweile als Rohstoffmine betrachtet und wird vor seiner Verbrennung oder Endlagerung auf verwertbare Reststoffe untersucht. Computer-, Handy- und Elektroschrott bieten eine wahre Fundgrube für Edelmetalle und seltene Erden. Die in Produktionsanlagen eingesetzte Energie erzeugt große Mengen an Abwärme. Diese wird nicht mehr einfach in die Umwelt geleitet sondern sinnvoll genutzt. Industrieanlagen heizen so Schwimmbäder oder ganze Wohnanlagen. Über die Wärme entstehen weitere Einnahmen, die das ursprüngliche Produkt und seine Produktionsprozesse effizienter machen. Der schonende und ganzheitliche Ressourceneinsatz erzeugt eine bessere Umweltverträglichkeit und ist von Anfang an darauf ausgerichtet, keine unverwertbaren oder giftigen Abfallprodukte zu erzeugen.